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Q1 2026 — unsere erste öffentliche Bilanz in Zahlen

12.05.2026 · Gerold Babuschik

Q1 2026 — unsere erste öffentliche Bilanz in Zahlen

Seit unserer Gründung am 19. November 2025 ist ein gutes halbes Jahr vergangen. Zeit für eine erste öffentliche Bilanz: Wie viele Mitglieder haben wir? Wie viel Strom wurde bisher in der Gemeinschaft geteilt? Was waren die Herausforderungen? In diesem Beitrag geben wir einen transparenten Blick hinter die Zahlen.

Die Zahlen zum Quartalsende März 2026

Diese Zahlen findest du jederzeit live auf unserer Startseite - hier der Stand Ende Q1 2026:

  • Mitglieder: 211 (Wachstum über 100 % seit Jahresbeginn)
  • Verbraucher-Zählpunkte: 260 (Haushalte und Gewerbebetriebe zusammen)
  • Erzeuger-Zählpunkte: 105 (PV-Anlagen, die in die EEG einspeisen)
  • Stromerzeugung März 2026: 15,2 MWh
  • Stromverbrauch März 2026: 43,5 MWh
  • EEG-Deckungsgrad: 11,6 % (März ist ein schwaches Monat - die Sonne steht noch tief)
  • Gesamtnetzersparnis seit 1.1.2026: 420,59 Euro, die an die Mitglieder zurückfließt

Was uns diese Zahlen sagen

1. Das Vertrauen wächst

Als wir im November 2025 gestartet sind, hatten wir eine Handvoll Gründungsmitglieder. In gut fünf Monaten ist daraus eine Gemeinschaft von 211 Personen geworden - Nachbarn, Freunde, Familien. Das ist nicht selbstverständlich für ein Projekt, das ohne Marketing-Budget läuft. Danke!

2. Die Deckungsrate ist saisonal erklärbar

11,6 % Deckung im März klingt wenig, ist aber für ein Frühjahrsmonat typisch. Mit steigender Sonneneinstrahlung und wachsender Mitgliederzahl erwarten wir für Juli/August Spitzenwerte von 40-50 %.

3. Die Ersparnis ist noch gering - und das ist in Ordnung

420 Euro Netzersparnis in drei Monaten klingt überschaubar, wenn man es durch 211 Mitglieder teilt. Aber:

  • Das Sommerhalbjahr kommt erst - dann produzieren die PV-Anlagen ein Vielfaches.
  • Die Netzersparnis ist nur ein Teil des Gesamtvorteils. Dazu kommen der günstigere Energiepreis selbst, Abgaben-Entfall und SNAP-Rabatte.

Wir erwarten zum Jahresende 2026 eine Gesamtersparnis von deutlich über 8.000 Euro für unsere Mitglieder - und das ist konservativ gerechnet.

Was uns in Q1 beschäftigt hat

Die EDA-Migration im April

Wer in einer EEG aktiv ist, kennt den EDA - das Elektronische Datenaustausch-System zwischen Netzbetreibern und Energiegemeinschaften. Am 12. und 13. April gab es eine Schema-Umstellung, die uns ein paar Nerven gekostet hat, aber wir haben sie ohne Ausfall überstanden.

Eigene Software-Infrastruktur

Seit 30. März läuft unsere Marktkommunikation nicht mehr über externe Dienstleister, sondern über unsere eigene Plattform EEGControl. Sechs Server, rund 200.000 Zeilen Code, und ein Automatisierungsgrad von 99,5 %. Mehr dazu in einem kommenden Beitrag.

Die Website

Die Seite, auf der du gerade liest, ist heute kaum wiederzuerkennen im Vergleich zu Januar. Der Sparrechner, die Tarifseite, das Wiener-Netze-Tutorial und dieser Blog selbst sind alle in den letzten Wochen entstanden.

Wohin geht die Reise?

Für das restliche Jahr 2026 stehen drei Schwerpunkte auf unserer Agenda:

  1. 500 Mitglieder bis Jahresende - ambitioniert, aber realistisch
  2. 40 %+ Deckungsgrad in den Sommermonaten durch weitere Erzeuger
  3. Transparente monatliche Berichte im Mitgliederportal (das Portal selbst ist bereits live)

Wie du helfen kannst

Wenn dir unser Projekt gefällt, gibt's drei Dinge, die wirklich helfen:

Wir freuen uns auf alles, was das zweite Halbjahr 2026 bringt. Danke, dass ihr dabei seid.

- Gerold Babuschik, Obmann