Im Mai haben wir mit unserer ersten öffentlichen Quartalsbilanz ein Versprechen gegeben: Wir legen die Zahlen unserer Energiegemeinschaft regelmäßig offen auf den Tisch — auch wenn nicht jede Zahl ein Jubelschrei ist. Heute, zur Jahresmitte, lösen wir das ein.
Die wichtigsten Zahlen im ersten Halbjahr
Das erste Halbjahr 2026 war für uns vor allem eines: ein Wachstumshalbjahr. Immer mehr Haushalte und Betriebe aus Guntramsdorf und Umgebung haben den Weg in die Gemeinschaft gefunden. Besonders gefreut hat uns, dass das Verhältnis von Verbrauchern und Erzeugern ausgewogener geworden ist — und genau das ist der Schlüssel zu einem hohen Deckungsgrad.
Worauf wir besonders schauen:
- Mitgliederwachstum: kontinuierlich neue Beitritte, Monat für Monat — jeder neue Zählpunkt macht die Gemeinschaft ein Stück stabiler.
- Geteilte Energiemenge: Mit dem Sonnenmaximum im Juni stieg die innerhalb der EEG geteilte Strommenge auf den bisherigen Höchststand des Jahres.
- Netzersparnis: Jede Kilowattstunde, die innerhalb der Gemeinschaft geteilt wird, spart Netzentgelte — das Geld bleibt in der Region statt beim Netzbetreiber.
Der Deckungsgrad folgt der Sonne
Eine ehrliche Einordnung gehört dazu: Der EEG-Deckungsgrad — also der Anteil deines Verbrauchs, der tatsächlich aus Gemeinschaftsstrom kommt — schwankt stark mit der Jahreszeit. Im Hochsommer, wenn die PV-Anlagen unserer Erzeuger auf Hochtouren laufen, erreichen wir in den Mittagsstunden Spitzenwerte. Im Winter, von Dezember bis Februar, fällt er deutlich ab.
Das ist keine Schwäche unserer Gemeinschaft, sondern Physik: Im Dezember steht die Sonne tief und kurz am Himmel, im Juni hoch und lang. Genau deshalb lohnt es sich im Sommer besonders, den Verbrauch in die Tagstrom-Stunden zu legen — mehr dazu in unserem Beitrag zur Sommer-Lastverschiebung.
Was im zweiten Halbjahr ansteht
Das zweite Halbjahr wird für alle österreichischen Energiegemeinschaften ein besonderes: Am 1. Oktober 2026 tritt das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) in Kraft. Es bringt neue Möglichkeiten wie den Nahebereich und die Peer-to-Peer-Weitergabe von Strom. Wir bereiten uns intensiv darauf vor und werden euch rechtzeitig informieren, was das konkret für eure Mitgliedschaft bedeutet.
Außerdem arbeiten wir weiter daran, das Mitgliederportal auszubauen — damit ihr eure Energiedaten noch besser versteht und nutzt.
Danke an alle Mitglieder
Eine Energiegemeinschaft lebt nicht von Technik, sondern von Menschen, die mitmachen. Jeder, der seinen Zählpunkt freigibt, seinen Strom teilt oder schlicht einen Nachbarn überzeugt hat: Ihr seid der Grund, warum diese Bilanz so positiv ausfällt. Danke dafür.
Noch kein Mitglied? Hier anmelden — und ab dem nächsten Quartal Teil der Gemeinschaft sein.